Trailrunning

Trailrunning heißt: Raus aus der gemütlichen Wohnung und rein in die Wildnis!

Der Trailrunner bekomnmt so ziehmlich alles unter seine Füße, was die Natur an Boden zu bieten hat: Wurzelwerk, trocken-buntes Herbstlaub, Kies und Schotter, federnde Waldwege, Moos, Steine, hartgefrorener Schnee und weicher Nassschnee,  bunte Bergwiesen, Lehm, Fels und Wasserpfützen. Der Trailrunner spürt die wärmende Sonne auf seiner Haut und auch den kalten Wind, er atmet die klare Bergluft, sieht Nebelschwaden, Gebirgsketten und staunt über das Spiel des Lichtes im alpinen Gelände.

Kaum zu glauben, dass es Menschen gibt, die auf all dies freiwillig verzichten!


Trailrunning („Pfadlaufen“) ist nichts anderes als Laufen in der freien Natur auf schmalen Pfaden.

Was früher also Wald- oder Berglauf hieß, nennt sich nun, dank Globalisierung und dem Umstand, dass sich die Sportindustrie seit ein paar Jahren massiv auf diesen Bereich konzentriert, Trailrunning.

Für uns (Berglaufteam Bludenz) bedeutet Trailrunning natürlich meist: Berglaufen. Und daraus ergeben sich ein paar Besonderheiten:

Die Bewegungsmuster sind weit vielfältiger als beim Straßenlaufen. Kraft, Technik und vor allem Koordination spielen dabei eine weit größere Rolle. Und das flotte Abwärtslaufen stellt für viele eine ganz besondere Herausforderung dar.

Die klimatischen Belastungen (Seehöhe, Sonneneinstrahlung, teilweise massive Temperaturschwankungen) sind sehr hoch.

Schneestrum im Sommer

Schneesturm im Sommer (Ralph beim Trans 07)

Vergleicht man das Training beim Trailrunning (und besonders beim Ultra-Trailrunning), so gibt es doch ein paar wesentliche Unterschiede.

Wer zu jeder Jahreszeit im alpinen Gelände laufen möchte, braucht „alpines Wissen“.

Die Planung spielt eine weit größere Rolle, gilt es doch die Wetterverhältnisse und die Wegbeschaffenheit abzuschätzen und sich entsprechend auszurüsten.

Die Ausrüstung spielt beim Trailrunning in den Bergen eine sehr große Bedeutung. Dank moderner Technologien ist diese sehr leicht und atmungsaktiv geworden. Allerdings benötigt man doch einige Utensilien, das Wetter in den Bergen ist ja bekanntlich ein hoher Risikofaktor.

Schmutziges Material

Auch das Material muss einiges einstecken (Bernd beim Transalpine 07)

Trailrunning ist also ein flottes Laufen durch die Wildnis, über Berge, durch Wälder, über Stock und Stein, entlang schmaler Pfade mit leichtem Gepäck.

Ultra-Trailrunning
Ultra-Trailrunning unterscheidet sich vom Trailrunning (nur) durch die Distanz, Ultra-Distanzen sind Distanzen jenseits der Marathondistanz.

Da beim Berglaufen zu den gelaufenen Kilometer ja jeweils noch Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Höhenmeter dazukommen, zählen wir z.B. den Transalpine-run ebenfalls zu den Ultra-Läufen, auch wenn nicht jeden Tag eine Marathondistanz gelaufen wird.

„Berglaufen verhält sich zu Laufen wie Laufen zu Nichtlaufen.“